Berufsbild Fernfahrer

Der Großteil aller Waren in Deutschland wird auf der Straße transportiert. Den Transport übernehmen dabei mehr als eine halbe Million Fernfahrer, die tagtäglich auf den Straßen unterwegs sind. Doch wie sieht der Berufsalltag eines Fernfahrer aus? Welche Ruhezeiten stehen ihm zu? Und welche Ausbildung wird benötigt?

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Berufsalltag eines Fernfahrers

Während allgemeinsprachlich oft von Fernfahrer die Rede ist, heißt der Beruf eigentlich „Berufskraftfahrer*in“. Zum Berufsbild des Fernfahrers gehören unterschiedliche Tätigkeiten:
Fernfahrer nehmen die Ladung an, überprüfen sie auf Schäden, verstauen und sichern sie im LKW, befördern sie zum Zielort und liefern sie dort ab. Zudem überprüfen Sie vor jeder Tour ihren LKW auf Funktionstüchtigkeit und Sicherheit.
Einen großen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen Fernfahrer auf europäischen Straßen hinter dem Steuer ihres Trucks. Je nachdem, ob du als Lkw-Fahrer im regionalen, nationalen oder internationalen Transport angestellt bist, sind dabei unterschiedlich lange Strecken zu bewältigen, sodass der LKW für Fernfahrer mit weiten Strecken gleichzeitig ein Zuhause auf Zeit sind. Während der streng geregelten Ruhezeiten kann sich der Fernfahrer in der Kabine seines LKW ausruhen und sogar darin schlafen. Viele Fernfahrer genießen diese Unabhängigkeit und Freiheit, ständig unterwegs zu sein. Wegen des Sonntagsfahrverbotes machen sich Fernfahrer oft vorher auf den Weg nach Hause.
Während seines Berufsalltags hat der Fernfahrer mit einer Vielzahl technischer Geräte zu tun, die ihm seinen Job erleichtern. Dazu gehören beispielsweise GPS, Navigationssysteme, digitale Fahrtenschreiber und Geräte zur Erfassung der Mautgebühren, mit denen moderne LKW heutzutage ausgestattet sind. Das macht den Berufsalltag eines Fernfahrers heute deutlich leichter als in früheren Zeiten.

Ruhezeiten von Fernfahrern

Für die Arbeitszeit von Fernfahrern gelten strenge Regeln, die durch ein EU-Gesetz festgelegt wurden. Fernfahrer dürfen pro Tag höchstens 9 Stunden Lenkzeit haben, wobei jeweils nach 4,5 Stunden eine Ruhepause von 45 Minuten eingelegt werden muss. Innerhalb von 24 Stunden, die nicht unbedingt innerhalb eines Kalendertages liegen müssen, sind 11 zusammenhängende Stunden Ruhepuse einzuhalten, nur in Ausnahmefällen sind auch mal 9 Stunden erlaubt.
Wöchentlich muss eine Ruhezeit von 45 oder 24 Stunden garantiert werden, wobei diese bei Fernfahrern nicht immer zu Hause verbracht werden kann. Ist der Fernfahrer auf weiten Strecken quer durch Europa unterwegs, wird er einige Ruhezeiten auf Rastplätzen einlegen müssen. Allerdings werden Fernfahrer, die auf weiten Strecken unterwegs sind, auch noch mal deutlich besser bezahlt als LKW-Fahrer im Regionalverkehr.

Ausbildung zum Fernfahrer

Um Fernfahrer – oder richtig „Berufskraftfahrer*in“ – zu werden, musst du eine Ausbildung in einer anerkannten Kraftfahrerausbildungsstätte wie der 123fahrschule absolvieren. Um an der Fernfahrer-Ausbildung teilnehmen zu können, musst du mindestens 21 Jahre alt, in Deutschland gemeldet sowie körperlich und charakterlich geeignet sein. Zudem musst du Deutsch in Wort und Schrift beherrschen.
Neben dem Führerschein Klasse C/CE für Lkw-Fahrer wirst du während deiner Ausbildung in die passende Berufskunde eingeführt, die beschleunigte Grundqualifikation genannt wird. Zudem kannst du weitere Zusatzqualifikationen für einen leichteren Berufseinstieg wählen. Der Unterricht findet immer in Vollzeit statt. Je nach gebuchten Modulen dauert die Lkw-Fahrer-Ausbildung mindestens 3 Monate und maximal 9 Monate.

Fazit

Fernfahrer ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf. Da die Nachfrage nach Berufskraftfahrern sehr hoch ist, sind die Berufsaussichten und das Gehalt hervorragend, sodass du nach deiner Ausbildung schnell einen passenden Arbeitsplatz finden wirst. Dabei gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten, um dir die Ausbildung bis zu 100 % staatlich finanzieren zu lassen. Wenn du Interesse hast, als Fernfahrer neu durchzustarten, berät dich die 123fahrschule gerne zu der Ausbildung und allen staatlichen Fördermöglichkeiten. Sprich uns einfach an oder komme zu unserem nächsten Infotag. Wir freuen uns auf dich!

Volle förderung

Alle Weiterbildungen förderfähig bis zu

Die 123fahrschule ist eine anerkannte Ausbildungsstätte für Fahrlehrer und Berufskraftfahrer, sodass alle angebotenen Weiterbildungen 100 % förderfähig sind. Die Förderung kann unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise über die Agentur für Arbeit, das JobCenter, die Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften oder den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr erfolgen.