Traumberuf Motorradfahrlehrer

Du liebt es, Motorrad zu fahren und möchtest Dein Hobby zum Beruf machen? Dann könnte Motorradfahrlehrer Dein Traumberuf sein. Denn in kaum einem anderen Beruf hast Du so viel aktiv und theoretisch mit Motorrädern zu tun wie als Motorradfahrlehrer.

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Was macht ein Motorradfahrlehrer?

Motorradfahrlehrer arbeiten in einer Fahrschule und erteilen dort den theoretischen und praktischen Fahrunterricht:

Im Theorieunterricht erklärst du den Motorradfahrschülern, wie sie sich im Straßenverkehr mit ihrem Motorrad sicher und korrekt bewegen. Dabei sind die Lerngruppen beim Motorradführerschein oft sehr gemischt. So sitzen im Theorieunterricht oft junge Fahrschüler noch ohne jeglichen Führerschein neben älteren Motorradfahrschülern mit jahrelanger Autofahrerfahrung, die sich aber alle ihren Traum vom Motorradführerschein erfüllen wollen.

Im praktischen Fahrunterricht zeigst du den Fahrschülern, wie sie das Motorrad richtig fahren, und leitest sie an, sich damit im Straßenverkehr verantwortungsvoll zu verhalten und ihre Fahrweise den aktuellen Verkehrs- und Witterungsbedingungen anzupassen.

So bereitest Du als Motorradfahrlehrer Deine Fahrschüler Stück für Stück auf die theoretische und praktische Prüfung für den Motorradführerschein vor.

Wie wird man Motorradfahrlehrer?

Um Motorradfahrlehrer zu werden, musst du zuerst den Fahrlehrer-Grundlehrgang für PKW absolvieren. Dieser ist aufgeteilt in 8 Monate Theorieunterricht in einer anerkannten Ausbildungsstätte wie der 123fahrschule und anschließend 4 Monate Praktikum in einer Ausbildungsfahrschule, wo du bereits eigene PKW-Fahrschüler unterrichtest. Mit Prüfungswartezeit dauert der PKW-Grundlehrgang ca. 14 Monate.

Hast Du alle Prüfungen des PKW-Grundlehrgangs erfolgreich abgeschlossen, bekommst du einen unbefristeten gelben PKW-Fahrlehrerschein und kannst anschließend den Erweiterungslehrgang Klasse A zum Motorradfahrlehrer absolvieren.

Beim Erweiterungslehrgang Klasse A handelt es sich um einen 1-monatigen Vollzeitkurs mit mindestens 140 Unterrichtsstunden und 10 praktischen Fahrübungen. Er dauert ca. 1 Monat und schließt mit einer schriftlichen und mündlichen Fachkundeprüfung sowie einer fahrpraktischen Prüfung mit dem Motorrad ab. Nach Abschluss der Ausbildung kannst du direkt als Motorradfahrlehrer arbeiten und darfst eigenständig Fahrschüler für Mofa und für die Klassen M, A1, A leistungsbegrenzt und A leistungsunbegrenzt ausbilden.

Was sind die Voraussetzungen für die Motorradfahrlehrer-Ausbildung?

Um mit dem PKW-Grundlehrgang als Grundlage für den Motorradfahlehrerschein zu starten, musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestalter 21 Jahre (bei der Abschlussprüfung)
  • Körperliche und charakterliche Eignung
  • Abgeschlossene Berufsausbildung oder gleichwertige Vorbildung (z. B. Abitur)
  • 3 Jahre Besitz des Pkw-Führerscheins
  • Führerschein Klasse BE (kann parallel zur Fahrlehrer-Ausbildung erworben werden)
  • Fachliche Eignung (§ 8 FahrlG)

Um anschließend den Erweiterungslehrgang Klasse A für den Traumberuf Motorradfahrlehrer zu belegen, sind zusätzlich folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Vorbesitz der Fahrlehrerlaubnis Klasse BE (Grundlehrgang PKW)
  • Fahrerlaubnis Klasse A (ohne Leistungsbeschränkung)
  • 2 Jahre Fahrpraxis innerhalb der letzten 5 Jahre auf Krafträdern Klasse A (§ 2 Abs. 1 Nr. 4, 5 FahrlG)

Wichtig zu wissen: Erfüllst du noch nicht alle Voraussetzungen, kann du den Erweiterungslehrgang unter Umständen trotzdem schon belegen. Er gilt 3 Jahre und die Zulassung zur Prüfung erfolgt dann nach Erfüllung aller Voraussetzungen.

Fazit

Wenn dein Traumberuf Motorradfahrlehrer ist, solltest du nicht lange fackeln, sondern Dein Ziel direkt in Angriff nehmen:

  • Bist Du bereits Pkw-Fahrlehrer, brauchst du lediglich den Erweiterungslehrgang Klasse A zu besuchen und es dauert nur 1–2 Monate bis zu Deinem Traumberuf.
  • Bist Du noch gar kein Fahrlehrer, musst du zunächst den Pkw-Grundlehrgang absolvieren und anschließend den Motorrad-Erweiterungslehrgang, sodass du auch nur etwa 15 bis 16 Monate benötigst, um Motorradfahrlehrer zu werden.

Da Motorradfahrlehrer immer gesucht werden und du mit einer Motorrad-Fahrlehrererlaubnis zusätzlich zum PKW-Fahrlehrerschein flexibler einsetzbar und entsprechend attraktiver für Arbeitgeber bist, sieht deine Berufsperspektive als Motorradfahrlehrer blendend aus. Absolvierst du deine Fahrlehrerausbildung in einer anerkannten Ausbildungsstätte wie der 123fahrschule, gibt es unter gewissen Voraussetzungen sogar verschiedene Förderungsmöglichkeiten. Traumberuf Motorradfahrlehrer? Dann beraten wir dich gern!

Volle förderung

Alle Weiterbildungen förderfähig bis zu

Die 123fahrschule ist eine anerkannte Ausbildungsstätte für Fahrlehrer und Berufskraftfahrer, sodass alle angebotenen Weiterbildungen 100 % förderfähig sind. Die Förderung kann unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise über die Agentur für Arbeit, das JobCenter, die Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften oder den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr erfolgen.