Was macht ein Motorradfahrlehrer?

Wer gerne Motorrad fährt, kann sein Hobby ganz einfach zum Beruf machen. Dabei ist die Ausbildung zum Fahrlehrer der Klasse A (Motorrad) ein Erweiterungslehrgang und baut auf den Grundlagen der Fahrlehrerlaubnis der Klasse BE (PKW) auf. Wie der Arbeitsalltag eines Motorradfahrlehrers aussieht, welche Voraussetzungen die Ausbildung zum Motorradfahrlehrer hat und was du als Persönlichkeit für diesen Beruf mitbringen solltest, erfährst du in diesem Artikel.

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Wie sieht der Arbeitsalltag eines Motorradfahrlehrers aus?

  • Motorradfahrlehrer erteilen theoretischen und praktischen Fahrunterricht und vermitteln den Motorradfahrschülern, wie sie sich im Straßenverkehr mit dem Motorrad korrekt und verantwortungsvoll verhalten. Dabei sind die Lerngruppen meistens sehr durchmischt – vom sehr jungen Rollerfahrer ohne jegliche Vorkenntnisse bis zu älteren Fahrschülern, die schon seit vielen Jahren einen Autoführerschein besitzen und über viel Pkw-Fahrpraxis verfügen.
  • Motorradfahrlehrer zeigen den Fahrschülern, wie das Motorrad bedient und gelenkt wird und wie die Fahrweise an die Verkehrs- und Witterungsbedingungen angepasst wird. Zudem erklären sie den Fahrschülern, was die Kontrolleinrichtungen bedeuten (z. B. Benzinuhr oder Öldruckmesser) und wie die Verkehrstüchtigkeit des Motorrads überprüft wird. Dies alles geschieht direkt am Motorrad und nicht nur in der Theorie.
  • Motorradfahrlehrer vermitteln ihren Fahrschülern die notwendigen rechtlichen Kenntnisse rund um den Verkehr und bereiten sie auf die theoretische und praktische Motorradführerscheinprüfung vor.
  • Wichtig zu wissen: Es gibt deutlich mehr Fahrschüler, die einen Pkw-Führerschein als einen Motorradführerschein machen wollen. Deshalb arbeiten Motorradfahrlehrer meistens zusätzlich als Pkw-Fahrlehrer, was im Arbeitsalltag für noch mehr Abwechslung sorgt.

Was muss ich als Motorradfahrer an Persönlichkeit mitbringen?

Spaß am Motorradfahren und am Umgang mit verschiedenen Menschen sind wichtige Voraussetzungen, um als Motorradfahrlehrer glücklich zu werden. Da das Unfallrisiko für Fahrschüler mit einem Motorrad deutlich höher ist als in geschlossenen Fahrzeugen, trägt ein Motorradfahrlehrer aber auch besonders viel Verantwortung. Deshalb sollte ein angehender Motorradfahrlehrer möglichst viel eigene Fahrpraxis und ein ausgesprochen hohes Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Zudem ist es wichtig, sich auf das fahrschulgerechte Fahren einzulassen und keine Risiken einzugehen.

Wie werde ich Motorradfahrlehrer und wie lange dauert das?

Um Motorradfahrlehrer zu werden, musst du zunächst einen Fahrlehrerschein für Pkw machen, was inklusive Prüfungswartezeit rund 14 Monate dauert. Neben dem Vorbesitz der Fahrlehrererlaubnis der Klasse BE (Pkw) sind auch der Besitz der Fahrerlaubnis Klasse A und mind. 2 Jahre Vorbesitz der Klasse A2 notwendig, um den Erweiterungslehrgang Klasse A zu besuchen. Sind alle diese Voraussetzungen bereits erfüllt, dauert die Ausbildung zum Motorradfahrlehrer nur rund 1 Monat.

Ob du zuerst noch den Grundlehrgang für Pkw-Fahrlehrer absolvieren musst, bevor du Motorradfahrlehrer werden kannst, oder nur noch den Erweiterungslehrgang für Klasse A absolvieren willst – unserer Kooperationspartner FahrerWerk berät dich gern, wenn du Motorradfahrlehrer werden willst.

Volle förderung

Alle Weiterbildungen förderfähig bis zu

Die 123fahrschule ist eine anerkannte Ausbildungsstätte für Fahrlehrer und Berufskraftfahrer, sodass alle angebotenen Weiterbildungen 100 % förderfähig sind. Die Förderung kann unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise über die Agentur für Arbeit, das JobCenter, die Rentenversicherung, die Berufsgenossenschaften oder den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr erfolgen.